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Kinderhilfswerk Gomel bei Tschernobyl e. V.

Kinderhilfswerk Gomel trauert um Margarete Schulz

Frau SchulzDas Kinderhilfswerk Gomel trauert um die langjährige Vorsitzende und engagierte Kämpferin für die Menschen in Gomel -  Margarete Schulz.

Margarete Schulz verstarb am 26.11.2010, im Alter von 78 Jahren.

Margarete Schulz suchte nach ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst ein Betätigungsfeld im sozialen Bereich. Im KHW Gomel fand sie eine adäquate Aufgabe. Die Ziele des Vereins, Kinder aus Gomel zur Ferienfreizeit an den Niederrhein zu holen und Hilfsgütertransporte nach Weißrussland zu schicken, überzeugten sie. 1996 wählte man sie zur Vorsitzenden.

Margarete Schulz leitete, organisierte und packte an. Sie hielt Referate und bemühte sich um Benefizkonzerte zugunsten des KHW Gomel. Sie war der Motor des Kinderhilfswerks. Ihr war nichts zuviel. Ihr Organisationstalent half ihr, in den Jahren ihres Vorsitzes das KHW Gomel sukzessive auszubauen. Jahr für Jahr konnte sie unzählige Gasteltern zusätzlich begeistern, Kinder aus Gomel bei sich aufzunehmen. Sie war die treibende Kraft für die Hilfsgütertransporte. Neben den gebrauchten Textilien wurden auf ihr Drängen auch dringend benötigte Lebensmittel nach Gomel geschickt. Damit nicht zu viel Geld aus der Vereinskasse gezahlt werden musste, organisierte sie jedes Jahr mit großem Erfolg eine Spendenaktion für Lebensmittel. Sie hat es sich nicht nehmen lassen, mehrere Male selbst nach Gomel/Weißrussland zu fahren, um sich vor Ort über die Lage der Menschen zu informieren.

2004 trat Margarete Schulz aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wiederwahl an. Sie blieb jedoch dem Verein bis zu ihrem Tode verbunden. Viele Jahre engagierte sich Margarete Schulz uneigennützig für das KHW Gomel. Sie hat mit ihrer liebenswerten Art und ihrer Bescheidenheit viele Menschen für das Kinderhilfswerk gewinnen können. Ohne ihren Tatendrang, ohne ihren unermüdlichen Einsatz, ohne ihr Organisationstalent, ohne ihre vielen Kontakte wäre der Verein heute nicht das, was er ist. Sie fragte nie nach Anerkennung oder nach dem, was kostet mich das, sondern für sie war einfach und allein das Wohl und Wehe der Kinder bei uns hier am Niederrhein bzw. der Menschen in Gomel wichtig. Sie wurde stellvertretend für das KHW Gomel durch den Ehrenamtsfonds des Kreises Wesel ausgezeichnet. Als man ihr jedoch das Bundesverdienstkreuz verleihen wollte, lehnte sie aus Bescheidenheit ab.

Das KHW Gomel ist stolz darauf, mit Margarete Schulz eine so engagierte Frau in seinen Reihen gehabt zu haben. Das Kinderhilfswerk Gomel war ihr Leben.

Vorstand und Mitglieder trauern um sie. Sie verlieren eine wertvolle Mitstreiterin und gute Freundin.