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Kinderhilfswerk Gomel bei Tschernobyl e. V.

Jahresbericht 2010

 Wir haben im letzten Jahr sehr engagiert das Thema „Hilfsgütertransport“ und  das „Rückführungsabkommen“ diskutiert. In sachlicher Atmosphäre haben wie die Problematik besprochen und sind mit großer Mehrheit zu der Entscheidung gekommen, den Hilfsgütertransport einzustellen.

Hinsichtlich des „Rückführungsabkommens“ hatte ich Ihnen versprochen, Kontakt mit der Politik aufzunehmen, um eine Verbesserung zu erzielen. Wir haben Erfolg gehabt. In Zukunft dürfen die Kinder aus Gomel wieder unbegrenzt zu uns nach Westeuropa kommen.                    

Kinderferienfreizeit

 Im letzten Jahr sind 96 Personen in 2 Gruppen an den Niederrhein gekommen, davon 81 Kinder, 7 Private, 6 Dolmetscherinnen, 2 Ärztinnen. Sie wurden in 60 Familien untergebracht. Durch persönliche Ansprachen/Presseaufrufe konnten 7 neue Familien, die 11 Kinder aufgenommen haben, für die Ferienfreizeit gewonnen werden. Hierbei möchte ich eine Familie besonders hervorheben, Familie Terhoeven. Sie haben insgesamt 4 Kinder aufgenommen, darunter Drillinge. Danke!

Leider hat es auch Probleme gegeben. Wir mussten einen Jungen aus einer Familie nehmen. Er kam einfach nicht mit ihnen aus. Dank einer Familie aus Xanten, die sich spontan bereit erklärt hatte, den Jungen zu nehmen, konnten wir schnell handeln.

 Die Familie war von dem Jungen so begeistert, dass sie ihn und seine Schwester in diesem Jahr einladen wollen. Danke!

 Eine Gastfamilie war kurzfristig ausgefallen. Wir hätten eine Woche vor Reiseantritt den Mädels absagen müssen. Das wollten wir nicht. Durch einen Aufruf in der Presse „Tränen statt Vorfreude“ haben sich spontan 8 Familien gemeldet, die helfen wollten.

 Allein 11 Familien haben 13 Kinder insgesamt 6 Wochen aufgenommen.

Vielfältiges Programm:

 Fußballspiel in der Veltins-Arena auf Schalke, Zeche Zollverein in Essen, Besuch des Terra Zoos in Rheinberg, Schiffstour auf dem Baldeney-See in Essen, Reiten bei Reitschule Höpfner in DU-Homberg, Segeln auf dem Lohheider See, Fußballwelt Niederrhein, Maislabyrinth in Twisteden, Grillen auf dem Pauenhof,  zwei gelungene Abschlussfeiern, Gastelternvorbesprechung und Gastelternnachbesprechung

 Jedes Jahr finden zwei Vorbesprechungen mit den Dolmetscherinnen statt, damit die Ferienfreizeit auch reibungslos ablaufen kann.

 Die KAB Menzelen-Ost sorgte auf der Abschlussfeier mit vielen attraktiven Spielen für abwechslungsreiche Stunden. Unsere Gasteltern und Mitglieder spendeten den schmackhaften Kuchen. Der Reit- und Fahrverein Graf von Schmettow stellte uns auch im letzten Jahr wieder seine Reithalle kostenlos zur Verfügung. Der Kuchen wurde dankenswerterweise von der KfD Vynnen gebacken. Dank an Gerda Hermsen und Norbert Hermans, die die jeweilige Fete organisiert haben. Ohne die vielen HelferInnen hätten die Feiern nie so perfekt ablaufen können. Allen sei an dieser Stelle nochmals ein herzliches Wort des Dankes gesagt. Bleiben Sie uns bitte alle gewogen.

 Auch ein Dankeschön an Pfarrerin Ulrike Thölke und Pater van der Voort, die jedes Jahr den Abreisenden den christlichen Segen spenden.

 Liebe Gasteltern, Sie haben wieder einmal 3/6 Wochen ein oder mehrere Personen in Ihre Familie als Gast aufgenommen. Sie haben durch Ihr enormes Engagement viel für unseren Verein und die Kinder aus Gomel geleistet. Ihr Einsatz, Ihr Verständnis, Ihre Kooperationsbereitschaft, Ihre Geduld, Ihre Mitmenschlichkeit ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Daher haben Sie sehr herzlichen Dank für Ihre Leistung. Nicht alles hat reibungslos geklappt. Wir waren vom Verein jedoch bemüht, Ihnen zu helfen, wenn Not am Mann war.

 3. Die Kinderkleiderkammer, die von Frau Lamkewitz und ihrem Team betreut wird, wurde stark in Anspruch genommen.  Gut sortiert hatten hier unsere Besucher aus Gomel die Möglichkeit, sich mit gut erhaltener gebrauchter Kleidung einzudecken. Herzlichen Dank den Damen!

 4. Dank an Herrn Pahsen, der unsere Kinderausweise seit vielen Jahren grafisch gestaltet und druckt, ohne einen Cent dafür zu bekommen.

 5. An dieser Stelle möchte ich es auch nicht versäumen, mich bei unseren Sponsoren für ihre großzügigen Spenden zu bedanken. Wir freuen uns über jede Spende, ob klein oder groß, denn wir sind auf das Geld angewiesen. Stellvertretend richte ich meinen Dank an die  DSW und die Sparkasse am Niederrhein, die uns seit Jahren mit großzügigen Spenden bedenken, aber auch an die Werbegemeinschaft Orsoy, die uns mit einer Spende bedacht hat. Dank dieser Mittel können wir unseren Auftrag - gemäß unserer Satzung - auch in vollem Umfange erfüllen.

 Ganz besonders sage ich aber ein herzliches Dankeschön unserem Spendenläufer, Marcel Buchholz. Er hatte die Idee, Firmen und Privatleute für das KHW Gomel zu gewinnen. Er läuft für uns, macht Werbung für uns - so sind schon einige Hundert Euros zusammengekommen. Ich empfehle Ihnen, sich einmal seine Homepage anzusehen: www.spendenläufer.de

 7. Der Hilfsgütertransport wurde eingestellt. Die engagierten Damen unter Leitung von Heidrun Ziebarth und Elisabeth Terlinden haben in ein paar Monaten alle Kleidungsstücke, die sich noch in der Kleiderkammer befanden (und das waren nicht wenig), sortiert und verpackt und an andere gemeinnützige Organisationen weitergegeben. Danke an alle!

 8. Die Presse hat uns auch im letzten Jahr wieder hervorragend begleitet. Manfred Hainke pflegt unsere Homepage, die immer auf dem aktuellen Stand ist. Danke!

9. Am ersten Adventswochenende waren wir wieder mit einem Stand auf den DRK- Weihnachtsmarkt in Budberg vertreten. Wir haben - dank vieler großzügiger Spender - 1800 Lose verkauft mit insgesamt 260 Preisen. Dazu kamen die leckeren Marmeladen und das herrliche Weihnachtsgebäck. Erlös: 2000 €. Dank an alle, die gespendet und geholfen haben.

 10. Pfarrbriefe (Oster- und Weihnachtspfarrbriefe) - Dank an Monika Lamkewitz, die mehrere Erfahrungsberichte geschrieben hat. Wer so etwas auch einmal machen möchte, melde sich bitte beim Vorstand.

 11. Allen - den Gasteltern, den HelferInnen, dem Vorstand, den vielen großzügigen Sponsoren - Dank! Zu Einnahmen und Ausgaben wird Herr Dicks berichten.

 Ich werde, wie Sie wissen, als Vorsitzende des KHW Gomel nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach 6 Jahren höre ich auf. Dann habe ich bereits 30 Jahre Ehrenamt auf verschiedenen Gebieten hinter mir. Das reicht! Aber ich denke, wir haben einen kompetenten Nachfolger gefunden, den ich Ihnen wärmsten ans Herz lege, Manfred Hainke.

 Wir können gemeinsam mit Stolz auf die letzten 6 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken, sowohl hinsichtlich des persönlichen als auch des finanziellen Engagements. Das alles wäre nicht möglich gewesen, ohne die vielen helfenden Hände. Ich danke allen Gasteltern, HelferInnen und ganz besonders meinem Vorstand. Die Arbeit hat viel Spaß gemacht! Danke!